Discovery Call Einstieg: So startest du die ersten 2 Minuten richtig

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis · Gründer von Disco Mat

Die ersten zwei Minuten eines Discovery Calls entscheiden, ob dein Gegenüber offen redet oder nur höflich wartet, bis das Gespräch vorbei ist. Viele starten mit Smalltalk, der ins Leere läuft, oder springen direkt in einen Pitch. Beides kostet Vertrauen. In diesem Artikel zeigen wir dir einen einfachen Einstieg in vier Schritten, inklusive Beispielsätzen, die du direkt übernehmen kannst.

Warum der Einstieg so wichtig ist

Dein Gesprächspartner fragt sich am Anfang vor allem drei Dinge: Wer ist das? Was will der von mir? Wie lange dauert das? Solange diese Fragen offen sind, hört er nur halb zu. Ein guter Einstieg beantwortet sie in weniger als einer Minute und schafft danach Raum für das eigentliche Ziel: verstehen, ob es ein echtes Problem gibt. Wie das ganze Gespräch danach weitergeht, beschreibt der Artikel zum Discovery Call Ablauf.

Schritt 1: Kurze, echte Begrüßung

Halte die Begrüßung kurz und persönlich. Wenn du etwas Konkretes über die Person oder das Unternehmen weißt, nutze es. Ein Satz reicht:

  • „Hallo Frau Weber, schön, dass es geklappt hat. Ich habe gesehen, ihr habt gerade einen neuen Standort in Leipzig eröffnet, Glückwunsch!“

  • „Hi Tom, danke für die Zeit. Wie läuft die Woche bisher?“

Vermeide langen Smalltalk über das Wetter. Die meisten Entscheider schätzen es, wenn du ihre Zeit respektierst.

Schritt 2: Den Rahmen setzen

Jetzt sagst du, wie das Gespräch ablaufen soll. Das nimmt deinem Gegenüber die Unsicherheit und zeigt, dass du vorbereitet bist. Ein bewährter Satz:

„Wir haben 30 Minuten eingeplant. Mein Vorschlag: Ich stelle dir erst ein paar Fragen zu eurer aktuellen Situation, dann erzähle ich kurz, wie wir arbeiten, und am Ende schauen wir gemeinsam, ob ein nächster Schritt Sinn ergibt. Passt das für dich?“

Das „Passt das?“ ist wichtig. Du holst dir ein erstes kleines Ja und gibst deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, eigene Punkte zu ergänzen.

Schritt 3: Erlaubnis für Fragen holen

Bevor du in die Tiefe gehst, frag, ob du Fragen stellen darfst. Das klingt banal, verändert aber die Dynamik: Dein Gegenüber hat zugestimmt und antwortet offener. Zum Beispiel:

„Damit ich nicht an euch vorbeirede, würde ich gern verstehen, wie ihr das Thema heute löst. Ist es okay, wenn ich dazu ein paar Fragen stelle?“

Sag auch offen, dass ein Nein am Ende völlig in Ordnung ist. Das nimmt Druck raus und sorgt für ehrlichere Antworten.

Schritt 4: Mit einer offenen Einstiegsfrage starten

Die erste inhaltliche Frage sollte leicht zu beantworten sein und dein Gegenüber zum Erzählen bringen. Gute Beispiele:

  • „Was hat dich dazu gebracht, dir für das Gespräch heute Zeit zu nehmen?“

  • „Wie sieht euer Vertrieb aktuell aus, wer telefoniert und wie viele Gespräche führt ihr pro Woche?“

  • „Was läuft gerade richtig gut, und wo hakt es?“

Weitere Fragen für den Hauptteil findest du in unserer Sammlung der Discovery Call Fragen.

Typische Fehler beim Einstieg

  1. Direkt pitchen: Wer in Minute eins das Produkt erklärt, verliert die Chance, das Problem zu verstehen.

  2. Zu viel Smalltalk: Fünf Minuten über Urlaub und Fußball wirken unvorbereitet.

  3. Keine Agenda: Ohne Rahmen weiß niemand, wohin das Gespräch geht.

  4. Geschlossene Einstiegsfrage: „Habt ihr Probleme im Vertrieb?“ endet meist mit „Nein, eigentlich nicht.“

Einstieg vorbereiten und im Blick behalten

Wie du dich in 15 Minuten auf das Gespräch vorbereitest, liest du im Artikel Discovery Call vorbereiten. Damit dir die Einstiegssätze auch unter Druck einfallen, hilft es, sie vor sich zu haben. Die Disco-Mat ist eine Schreibtischunterlage mit dem kompletten Discovery-Call-Ablauf, vom Einstieg bis zum nächsten Schritt. Für ganze Teams gibt es einen Teamrabatt.

Tipp: Lade dir unsere kostenlose Discovery-Call-Checkliste unter disco-mat.de/checkliste herunter und nutze sie für dein nächstes Gespräch.

Fazit

Ein guter Einstieg in den Discovery Call braucht keine Tricks: kurz begrüßen, den Rahmen setzen, Erlaubnis für Fragen holen und mit einer offenen Frage starten. So weiß dein Gegenüber, woran er ist, und du bekommst die ehrlichen Antworten, die du brauchst, um zu entscheiden, ob ihr zusammenpasst.

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis

Gründer von Disco Mat

Marvin leitet seit über sieben Jahren Go-to-Market-Teams. Er hat die Disco-Mat gebaut, weil er zu oft gesehen hat, wie gute Gespräche an der einen vergessenen Frage scheitern.

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