Discovery Call auf Englisch: Die wichtigsten Fragen und Formulierungen

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis · Gründer von Disco Mat

Immer mehr Vertriebsteams im DACH-Raum verkaufen auch an internationale Kunden. Spätestens dann steht der erste Discovery Call auf Englisch an. Viele sind dabei unsicher: Die Fragen, die auf Deutsch locker sitzen, klingen auf Englisch plötzlich steif oder zu direkt. In diesem Artikel findest du die wichtigsten Formulierungen für jede Phase des Gesprächs, die natürlich klingen und die du direkt übernehmen kannst.

Vorab: Was auf Englisch anders ist

  • Etwas mehr Smalltalk: Besonders im US-Markt ist ein kurzer, lockerer Einstieg üblich. Ein, zwei Sätze reichen trotzdem.

  • Weichere Formulierungen: Direkte Fragen wie „What is your budget?“ wirken schnell fordernd. Formulierungen mit „Could you …“ oder „I’m curious …“ klingen natürlicher.

  • Vornamen: Im Englischen duzt man sich praktisch sofort, nutze den Vornamen deines Gegenübers.

  • Keine Panik bei Fehlern: Für viele Gesprächspartner ist Englisch auch nicht die Muttersprache. Klarheit ist wichtiger als perfekte Grammatik.

Einstieg und Rahmen

  • „Hi Sarah, thanks for taking the time today. How’s your week going so far?“

  • „We’ve got about 30 minutes. I was thinking I’d ask a few questions about how things work on your side, share a bit about how we work, and then we can see if a next step makes sense. Does that work for you?“

  • „And if it turns out we’re not a fit, that’s completely fine too.“

Wie du die ersten Minuten aufbaust, liest du ausführlich im Artikel zum Discovery Call Einstieg. Die Struktur ist auf Englisch dieselbe.

Situation verstehen

  • „What made you want to take this call?“

  • „Could you walk me through how your team handles this today?“

  • „How many people are involved in that process?“

  • „What tools are you currently using for that?“

Problem und Auswirkungen

  • „What’s not working as well as you’d like?“

  • „How long has that been an issue?“

  • „What impact does that have on your team or your numbers?“

  • „If nothing changes over the next six months, what happens?“

  • „Have you tried to solve this before? What happened?“

Diese Fragen entsprechen den deutschen Problem- und Auswirkungsfragen. Eine große Sammlung auf Deutsch findest du unter Discovery Call Fragen.

Entscheidung, Budget und Zeitrahmen

  • „Besides you, who else would be involved in a decision like this?“

  • „How does your team usually make decisions on something like this?“

  • „Is there a budget set aside for this, or would that need to be discussed?“

  • „Is there a timeline you’re working towards?“

Tipp: Statt direkt nach dem Budget zu fragen, funktioniert oft auch „Do you have a rough range in mind?“. Das klingt weniger nach Verhör.

Einwände auf Englisch

  • „We’re happy with our current provider.“ → „That’s great to hear. Out of curiosity, if you could change one thing about it, what would it be?“

  • „Just send me some information.“ → „Happy to. So I send you something relevant, what would be most useful to see?“

  • „It’s too expensive.“ → „I understand. Is it the overall budget, or how it compares to what you’d get?“

  • „Now isn’t a good time.“ → „Totally understand. When would make more sense to pick this up again?“

Zusammenfassen und nächster Schritt

  • „Let me make sure I got this right: …“

  • „Did I miss anything important?“

  • „Based on what you’ve shared, I think it would make sense to … How does that sound?“

  • „Would it be worth bringing [name] into the next conversation?“

  • „How does Tuesday at 3 pm your time look?“

Achte bei internationalen Terminen auf die Zeitzone und schick die Einladung direkt im Anschluss, am besten mit einer kurzen Zusammenfassung. Wie ein gutes Follow-up aussieht, liest du im Artikel zum Follow-up nach dem Discovery Call.

Häufige Fehler deutscher Vertriebler

  1. Zu wörtlich übersetzen: „Do you have problems with …?“ klingt negativ. Besser: „How is … working for you?“

  2. „Become“ statt „get“: „When can I become the contract?“ heißt etwas ganz anderes.

  3. Zu förmlich: „Dear Mr. Smith“ im Call wirkt distanziert, Vornamen sind üblich.

  4. Zu direkt beim Budget: Lieber weich einsteigen, siehe oben.

Formulierungen griffbereit haben

Gerade in einer Fremdsprache hilft es, die wichtigsten Fragen vor sich zu haben, statt sie im Kopf zu suchen. Die Disco-Mat liegt als Schreibtischunterlage mit dem kompletten Discovery-Call-Ablauf vor dir. Für internationale Vertriebsteams gibt es einen Teamrabatt.

Als Vorlage für dein nächstes Gespräch: unsere kostenlose Discovery-Call-Checkliste unter disco-mat.de/checkliste.

Fazit

Ein Discovery Call auf Englisch folgt derselben Struktur wie auf Deutsch: Rahmen setzen, Situation verstehen, Problem und Auswirkungen klären, Entscheidung besprechen, nächsten Schritt vereinbaren. Der Unterschied liegt im Ton: etwas lockerer, weichere Fragen, Vornamen. Mit den Formulierungen aus diesem Artikel bist du gut vorbereitet, und kleine Fehler verzeiht dir dein Gegenüber ohnehin.

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis

Gründer von Disco Mat

Marvin leitet seit über sieben Jahren Go-to-Market-Teams. Er hat die Disco-Mat gebaut, weil er zu oft gesehen hat, wie gute Gespräche an der einen vergessenen Frage scheitern.

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