Inbound vs. Outbound im Vertrieb: Unterschied, Vor- und Nachteile, Beispiele

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis · Gründer von Disco Mat

Inbound und Outbound beschreiben, wer den ersten Schritt macht. Im Inbound-Vertrieb kommt der Kunde auf dich zu, zum Beispiel über deine Website, eine Anfrage oder einen Download. Im Outbound-Vertrieb gehst du aktiv auf potenzielle Kunden zu, etwa per Kaltakquise am Telefon, per Mail oder über LinkedIn. Hier erfährst du, wie sich beide unterscheiden, wann was passt und wie du beide sinnvoll kombinierst.

Was ist Inbound-Vertrieb?

Beim Inbound-Vertrieb meldet sich der Interessent von selbst. Typische Wege:

  • Kontaktformular oder Anfrage per Mail

  • Download einer Checkliste oder eines Whitepapers

  • Anruf nach einer Google-Suche

  • Empfehlung durch bestehende Kunden

  • Nachricht nach einem LinkedIn-Beitrag

Die Grundlage dafür ist meist Inbound-Marketing: Ratgeberartikel, Videos, Social Media und Suchmaschinenoptimierung.

Was ist Outbound-Vertrieb?

Beim Outbound-Vertrieb machst du den ersten Schritt. Typische Wege:

  • Kaltakquise am Telefon, siehe Cold Call Leitfaden

  • Personalisierte Mails und Sequenzen

  • Direktnachrichten auf LinkedIn

  • Messen und Events

  • Account-based Selling, also gezielte Ansprache ausgewählter Wunschkunden

Wichtig: Für Werbeanrufe und Mails gelten in Deutschland rechtliche Regeln. Lass dich im Zweifel beraten, bevor du eine Outbound-Kampagne startest.

Inbound vs. Outbound im Vergleich

  • Erster Schritt: Inbound: Kunde. Outbound: Vertrieb.

  • Geschwindigkeit: Inbound braucht Monate Vorlauf, Outbound kann sofort starten.

  • Planbarkeit: Outbound ist besser steuerbar, weil du die Menge der Ansprachen selbst bestimmst.

  • Gesprächsqualität: Inbound-Leads sind meist wärmer, weil sie schon Interesse haben.

  • Zielkunden: Bei Outbound wählst du genau aus, wen du ansprichst. Bei Inbound kommt, wer dich findet.

  • Typische Rolle: Inbound oft SDR, Outbound oft BDR.

Vor- und Nachteile von Inbound

Vorteile: wärmere Gespräche, niedrigere Kosten pro Lead auf lange Sicht, Kunden kommen mit konkretem Bedarf.

Nachteile: dauert lange, bis es funktioniert, und du erreichst nur Firmen, die schon aktiv suchen.

Vor- und Nachteile von Outbound

Vorteile: schnell, planbar, du erreichst genau dein Ideal Customer Profile, auch Firmen, die noch nicht suchen.

Nachteile: viele Absagen, mehr Aufwand pro Gespräch, Einwände wie „kein Interesse“ gehören zum Alltag. Hilfe dazu: Einwand „Kein Interesse“.

Warum die meisten Teams beides machen

Inbound und Outbound sind keine Gegner. Ein typisches Zusammenspiel: Outbound sorgt für planbaren Pipeline-Aufbau, Inbound bringt zusätzlich warme Anfragen. Und wer outbound anruft, hat es leichter, wenn der Gesprächspartner die Firma schon von LinkedIn oder aus einem Ratgeberartikel kennt.

Was in beiden Fällen gleich ist: das Gespräch

Egal ob der Kunde anruft oder du: Ab dem ersten Gespräch zählen Struktur und gute Fragen. Bei Inbound-Leads startest du direkt mit der Bedarfsanalyse, bei Outbound brauchst du zuerst einen guten Gesprächseinstieg. Die Call-Mat liegt als Schreibtischmatte mit Gesprächsphasen und Einwandantworten vor dir, egal in welche Richtung der Anruf geht.

FAQ: Inbound und Outbound

Was bedeutet Inbound im Vertrieb?

Der Kunde nimmt von sich aus Kontakt auf, zum Beispiel über die Website oder eine Anfrage.

Was bedeutet Outbound im Vertrieb?

Der Vertrieb spricht potenzielle Kunden aktiv an, zum Beispiel per Telefon, Mail oder LinkedIn.

Was ist besser, Inbound oder Outbound?

Keins ist grundsätzlich besser. Für schnelle, planbare Ergebnisse ist Outbound stärker, für langfristig günstige Leads Inbound. Die meisten B2B-Teams kombinieren beides.

Was ist Inbound und Outbound in der Telefonie?

Inbound-Telefonie sind eingehende Anrufe, etwa im Kundenservice. Outbound-Telefonie sind ausgehende Anrufe, etwa in der Kaltakquise.

Weitere Begriffe: B2B-Sales-Glossar.

Marvin Karis, Gründer von Disco Mat

Marvin Karis

Gründer von Disco Mat

Marvin leitet seit über sieben Jahren Go-to-Market-Teams. Er hat die Disco-Mat gebaut, weil er zu oft gesehen hat, wie gute Gespräche an der einen vergessenen Frage scheitern.

Call-Mat Gesprächsleitfaden für Cold Calls

Für deinen Schreibtisch

Alle wichtigen Fragen immer im Blick

Die Disco-Mat (Discovery Calls) und die Call-Mat (Cold Calls) legen dir den Gesprächsleitfaden direkt auf den Tisch. 29,99 €, 10 % Rabatt automatisch im Warenkorb, kostenloser Versand in Deutschland.

0